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"Schwarz greift ein" (SAT.1)


In insgesamt drei Staffeln der erfolgreichen SAT. 1 - Serie wird Pfarrer Henning Schwarz von den nicht ganz alltäglichen Herausforderungen seiner Frankfurter Pfarrei in Atem gehalten. Immer wieder wird der katholische Priester der Sankt Antoniusgemeinde im Bahnhofsviertel von Problemen eingeholt, die ihm aus seinem früheren Leben als Kriminalkommissar nur allzu bekannt sind: Drogen, Prostitution, organisiertes Verbrechen.
Aber gerade deshalb wurde ihm dieser soziale Brennpunkt ja anvertraut. Denn: Henning Schwarz ist kein Mann, der schöne Reden hält. Schwarz ist Seelsorger und daher greift er auch schon mal praktisch ein, um Menschen zu helfen und ihnen Hoffnung zu geben, selbst in scheinbar ausweglosen Situationen. Vor allem aber hört Schwarz auf die Stimme seines Herzens.

Auch wenn seine Vorstellungen nicht immer einher gehen mit denen von Behörden, Institutionen, oder denen der irdischen Gerechtigkeit. "Wenn es sich um eine wirklich gute Sache handelte, davon ist Schwarz überzeugt, "dann drückt sein Chef da oben auch mal ein Auge zum. Pfarrer Schwarz wird von dem inzwischen verstorbenen Klaus Wennemann exzellent gespielt. Zuvor gab er in der ARD sinnigerweise den "Fahnder".

Eine typische "Schwarz"-Folge

Frau Herbert lässt sich nicht täuschen. Irgend etwas stimmt mit dem heiligen Antonius nicht. Die alte Dame kennt die Statue ihres Lieblingsheiligen, dem Namenspatron der Antoniuskirche, schließlich ganz genau. Seit die Figur restauriert wurde, sei der Heilige nicht mehr der Alte, beschwert sie sich. Schwarz nimmt ihre Kritik mit Humor. Doch das Lachen vergeht ihm bald. Durch eine Ungeschicklichkeit bricht Hellmann der Statue eine Hand ab und entdeckt, dass sie aus Gips gefertigt ist. Dabei soll es sich doch bei dem heiligen Antonius um eine Wertvolle Holzschnitzarbeit aus dem Mittelalter handeln! Schwarz setzt sich mit Horst Lehnbach, dem Diözesankonservator, der für die Restaurierung der Figur verantwortlich war, in Verbindung. Lehnbach beruhigt Schwarz: Wahrscheinlich stamme die Gipshand aus einer früheren Reparatur. Doch der Pfarrer ist misstrauisch geworden. Denn: Lehnbach verstrickt sich mehr und mehr in Widersprüche. Macht der Restaurator krumme Geschäfte? Schwarz hat sehr wohl bemerkt, dass der Lebensstil des Geistlichen aufwendiger geworden ist. Eine alte Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt.

Entstehungsgeschichte der Serie

1993 waren TV-Serien bei Privatsendern noch nicht die Regel. Die Entwicklung einer kirchlichen Spielserie auf der Grundlage der Rahmenvereinbarungen zwischen Kirchen und Privatsendern bedeutete insofern eine doppelte Premiere. Die Idee zur Serie wurde in den Reihen der Tellux-Gruppe geboren und ließ sich auf die einfache Formel bringen: "Pater Brown von Italien ins Frankfurter Bahnhofsviertel verpflanzen." Die APG verpflichtete für die Stoffentwicklung den damals noch unbekannten TV-Autor Matthias Herbert, der in kürzester Zeit den Aufriss für die ersten 13 Folgen entwarf. Bei SAT.1 war man von der einfachen und offenbar funktionierenden Idee so angetan, dass in kürzester Zeit die Produktion beschlossen wurde. Die ersten 12 Folgen stellte die damals gerade für die "Löwengrube" mit dem Grimme-Preis ausgestattete Tellux-Film München her. Die Ausstrahlung der ersten Folgen erreichte einen überraschenden Marktanteil von zwanzig Prozent. Über 6 Millionen Zuschauer verfolgten, wie ein Pfarrer nach christlichen Maßstäben im Bahnhofsviertel für das Gute kämpfte und seine ehemaligen Kollegen vom Polizeidezernat alt aussehen ließ. Auf die erste Staffel folgten noch zwei weitere, diesmal produziert von der ABC Film in Wiesbaden. Die APG verfügt zusammen mit der Kirch Media AG über internationale Nutzungsrechte. Teilauswertungen im spanischen und italienischen Fernsehen fanden bereits statt.